Mit einem Corona bedingten halben Jahr Verspätung fand die Jahreshauptversammlung des Vegesacker Rudervereins am 11.9. statt.

Unter Beachtung der Hygienebedingungen konnte der Vorsitzende Uwe Vielstich ca 50 Mitglieder im Vereinsheim begrüßen.

Bevor der Vorsitzende mit seiner Rede begann, gratulierte er Luise Asmussen zu ihrem Sieg auf der Europameisterschaft zum 3. Platz.

Er blickte zurück auf das Jahr 2019 und auf die letzten turbulenten Monate mit nicht für möglich gehaltenen Einschränkungen. Er zeigte sich dankbar dafür, mit welcher Geduld, Verständnis und Disziplin diese Situation gemeistert und trotzdem Kontakt untereinander gehalten wurde. Er betonte, dass der Verein eben nicht nur eine rudernde Gemeinschaft darstellt, die sich über den Sport definiert, sondern in vielen Fällen gewachsene Freundschaften mit einem hohen sozialen Gefüge aufweist.

Der Rückblick auf das vergangene Jahr bezog sich zunächst auf 2019:

Sein Dank galt Leistungen der ehrenamtlich aktiven Mitglieder im Vorstand. Boote und Vereinsgebäude wurden Instand gehalten.

Das Einer-Rudern auf dem Sportparksee wurde gelobt. Eine tolle Maßnahme auch vor dem Hintergrund der Frage, wie das Rudern auf Vegesacker Gewässern sicherer gemacht werden kann können. Ruderschule und Firmenrudern wären nicht möglich ohne die Unterstützung der vielen Freiwilligen. Wanderfahrten würden nicht stattfinden ohne diejenigen, die diese Fahrten für die Allgemeinheit organisieren.

Das Kindertraining um Kathrin Baumgart wurde von jungen Trainingsruder*innen unterstützt.

Die Erfolge der Trainingsabteilung konnten sich im vergangenen Jahr wieder sehen lassen. Herausragend waren natürlich die Erfolge von Luise Asmussen auf den deutschen Meisterschaften und der Weltmeisterschaft, aber auch die von Neele Benjes auf den deutschen Meisterschaften. Ulli Temme macht eine gute Aufbauarbeit in der Trainingsabteilung und stellt damit die Basis für die Zukunft.

Kathrin Baumgart hat ein tolles Händchen für „ihre“ Kinder. Die Größe der Gruppe beweist es, genauso wie die Tatsache, dass der VRV schon lange nicht mehr mit einer derartig großen Gruppe auf dem Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen vertreten war.

Der Breitensport im VRV ist auch weiterhin ein gesundes Standbein.  Wanderfahrten unter VRV-Beteiligung fanden auf der Peene, der Moldau, am Limfjord oder auch in Polen statt. Viele Fahrten in unserer Region rundeten das Angebot ab.

Die Mastersruderei entdeckt für sich neue Möglichkeiten der sportlichen Herausforderungen. Seit vielen Jahren war erstmalig im letzten Jahr wieder eine Gruppe auf der Weser-Marathon-Fahrt dabei mit ihren 135 km.

Die Zusammenarbeit mit dem neuen Wirt Udo Schmidt gestaltet sich sehr zufriedenstellend.

2020 stand unter dem Corona Stern. Die Art und Weise, wie Ulli Temme seine Truppe ohne Regatta-Ziele zum Training motivierte, war vorbildlich.

Die wichtigste Herausforderung für den Vorstand ist es aktuell, den Rudersport und die gemeinschaftlichen Events Corona-konform durchzuführen.

Uwe Vielstich nahm auch Bezug auf den schrecklichen Bootsunfall auf der Weser:

„Wir werden in naher Zukunft und mit Hilfe der Stadt-Bremer Vereine die Situation analysieren und überprüfen, ob wir in unseren Regelungen und Maßnahmen nachbessern müssen. Die Sicherheit unserer Mitglieder lag uns schon immer besonders am Herzen, weshalb wir in Vegesack Vorreiter der Schwimmwesten-Regelung nicht nur in Bremen, sondern dem gesamten DRV waren. Steuermannslehrgänge, Obleute- und Winterruderregelungen sind wichtige Bestandteile des unseres Konzeptes. Kinder gehen schon jetzt nur noch sehr begrenzt ohne Motorbootbegleitung aufs Wasser“

Nach besten Wünschen für die Gesundheit folgten Ehrungen für geruderte Kilometer – an der Spitze Luise Asmussen mit 2551km und Neele Benjes mit 2178km – sowie für Jubilare.

Die Laudatien für die Jubilare sind jeweils dank des Archivars Klaus-Walter Sieg unterhaltsame, interessante Lebensrückblicke. Er selbst wurde für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit mit stehenden Ovationen geehrt. Für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden außerdem Giesela Giese und Helga Venth geehrt, bereits 70 Jahre sind Hermann Behrbom, Fritz Nitsche, Werner Noll und Gerd Pohl dabei.

Nach den üblichen Vereinsregularien wurde gewählt. Einen Wechsel im Vorstand gab es nur für den 2.Vorsitz: Bärbel Walter wurde von Matthias Flies abgelöst. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt.

Zum Ende der Sitzung war es mittlerweile durch die offenen Fenster und Türen ziemlich kühl im Saal geworden – so dass keine Gefahr des geselligen Verweilens bestand – man verabschiedete sich zügig.

 

Doro Buhlmann