Ausgerechnet beim 1.x auf dem Wasser ist es immer kalt und ungemütlich.

Immerhin – der Nieselregen hat aufgehört, aber ein lausig kalter Wind weht.

Trotzdem sind insgesamt 12 Ruderschüler, 6 Männer, 6 Frauen, gekommen, 5 um 18h, 7 um 19h.

Anleiterinnen: Petra, Birgit, Mechthild, Linse, Marion – später noch Erich, Dörte, Edgar

Ochtum und Miese werden rausgetragen – ist noch Bootskunde nötig? Was die Dollen sind, weiß man noch. Petra teilt die Mannschaften ein: 2, bzw. 3 Ausbilder / Boot.

Nachdem die Boote am Steg liegen heißt es erstmal Skulls einlegen. Unglaublich, auf wieviel Details zu achten ist: Backbord, steuerbord, die Dolle zum Heck hingedreht. Wie soll ich an die wasserseitige Dolle kommen? Uff, da muss man schon ein bisschen gelenkig sein. Blatt am Steg umdrehen….

Und jetzt das Einsteigen: Rechter Fuß auf das mittlere Brett, beide Skulls werden von der rechten Hand zu einem V gehalten, linke Hand am Bord, linker Fuß schwingt vom Steg zum Stemmbrett und jetzt auf den Rollsitz , rechter Fuß aufs Stemmbrett…prima und gleich nochmal – aber erst aussteigen und das ganze rückwärts – 3 -4x wird das Ein- und Aussteigen geübt. Die ganze Konzentration ist gefordert, keiner scheint mehr zu frieren – außer den Anleitern, dafür sind sie dicht an den Schülern, erklären, zeigen, korrigieren.

Und dann geht es aufs Wasser, die Schüler dürfen sitzen bleiben, die Anleiter stoßen ab. Die Schüler scheinen im Ruderbecken gut gelernt zu haben, die Haltung sieht bei allen gut aus und nach wenigen Schlägen wirkt es vom Steg aus schon einigermaßen koordiniert.

Nach ca 45 min kehren sie zurück an den Steg – fast alle strahlen. Das erste Mal ist geschafft und fühlte sich bei den meisten schon ganz gut an. Kommt ihr wieder? Ja sagen sie!

Und tatsächlich auch am nächsten Montag sind sie wieder da, obwohl das Wetter wenig vielversprechender ist. Schnell die Boote ins Wasser – das klappt schon gut, einsteigen – noch ohne abstoßen. 4 Boote sind auf dem Wasser. Bei vielen sieht es schon ganz gut aus – auch wenn noch höchste Konzentration gefordert ist und der ein oder andere Krebs gefangen wird.

Die Ruderschüler scheint es überhaupt nicht zu stören, dass es kurz nach dem Ablegen beginnt zu regnen – ein kalter, unangenehmer Regen. Vor allem die Anleiter*innen schlottern, als nach 1,5 Stunden wieder angelegt wird – doch die Ruderschüler scheinen nach wie vor guter Dinge.

Belohnt wurden sie am darauffolgenden Montag. Endlich Sonne! Dafür starker Wind und Strom bei Niedrigwasser – so lernen sie die Tücken unseres Gewässers kennen

Im Moment sind wir zuversichtlich, dass der Ruderfunke bei vielen der Ruderschüler zu entflammen scheint – schauen wir mal, was wir über die Ruderschule Teil II im nächsten Ruderbo(o)ten zu berichten haben.

Dorothee Buhlmann