von Kristian Streit

An diesem Wochenende waren die Junioren der Trainingsgruppe des Vegesacker Rudervereins auf der 2. Internationalen DRV-Junioren-Regatta in Hamburg vertreten. Luise Asmussen, Rieke Wens, Pia-Laureen Lüße, Julian Rümenapf und Kristian Streit mussten sich gegen die internationale Konkurrenz aus Dänemark, Norwegen und Brasilien beweisen, um sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Diese finden in drei Wochen ebenfalls auf der Dove-Elbe in Hamburg statt. Ein weiteres Mal überzeugten die Akteure des VRV’s mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen.

Schon am Freitag fuhr die Trainingsgruppe nach Hamburg um die Boote startklar zu machen und um sich mit der Strecke vertraut zu machen. Als einzige startete Luise Asmussen im Schwergewichts-Einer gegen die starke Konkurrenz. Im Vorlauf der Rangliste erlangte sie den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für einen Zwischenlauf in der oberen Hälfte.

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Am Samstag ging es für Luise Asmussen schon um 7:30 Uhr aufs Wasser. Dementsprechend musste sie sich auch sehr früh von zuhause zur Regattastrecke auf der Dove-Elbe begeben. Bei besten Bedingungen konnte sie über einen starken Zwischenspurt bei der Streckenhälfte an ihren Gegnerinnen vorbei ziehen und mit einer souveränen Leistung dieses wichtige Rennen und somit einen Startplatz im A-Finale gewinnen. Als nächstes starteten Kristian Streit und sein Zweierpartner Lasse Tietz (BRV82). Auf den ersten 1000 Metern der zu fahrenden 1500 Metern lagen sie knapp hinten, doch im Endspurt zogen sie am Zweier des Gegners vorbei und gingen als erstes Boot über die Ziellinie. Auch sie qualifizierten sich mit dieser starken Leistung für das A-Finale. Nicht ganz so erfolgreich lief es bei Julian Rümenapf und seinem Zweierpartner Fynn-Malte Dellinger (BRCH) im Riemenzweier ohne Steuermann. Sie konnten in ihrem starken Lauf, trotz solider Zeit, nur einen 5 Platz errudern. Sie sicherten sich einen Platz im C-Finale. Pia-Laureen Lüße, Rieke Wens, Antonia Düchting (BRV82) und Henrike Schukat (BSC) gingen als nächste an die Startlinie. Im Riemenvierer ohne Steuermann zeigten sie vom Start eine hervorragende Leistung und gewannen dieses Rennen. Auch sie qualifizierten sich einen Platz im A-Finale. Nachmittags sicherte sich Luise Asmussen im A-Finale den sechsten Platz in der Rangliste der deutschen Einer. Nach dem letzten Rennen am Samstag fuhr die gesamte Trainingsgruppe wieder nach Hause, um sich dort zu regenerieren.

Am Sonntagmorgen ging es schon um 6:30 Uhr erneut mit dem Auto zur Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe. Auch am Sonntag war es wieder sehr warm. Von Anfang an war das Wasser glatt und es gab leichten Schiebewind. Als erstes gingen Kristian Streit und Lasse Tietz (BRV82) an den Start. Leider lief das Rennen nicht so gut wie am Samstag und sie mussten sich trotz guter Leistung dem sehr starken Feld geschlagen geben. Sie ruderten als sechste über die Ziellinie. Für Luise Asmussen ging es am Sonntag in einem gesetzten Doppelzweier in Renngemeinschaft mit Leonie Menzel aus Düsseldorf an den Start. Im Rennen gegen die anderen gesetzten Doppelzweier erreichten die beiden nach einer stärkeren zweiten Hälfte Platz drei, waren jedoch zweit-schnellster deutscher Doppelzweier.

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Hiernach starteten erneut Julian Rümenapf und Fynn-Malte Dellinger (BRCH). Die beiden fuhren ein deutlich besseres Rennen als am Vortag. Am Ende mussten sie sich trotzdem mit dem zweiten Platz zufrieden geben, da sie ein gegnerisches Boot mit der schnellsten Gesamtzeit in ihrem Finale hatten. Pia-Laureen Lüße, Rieke Wens, Antonia Düchting (BRV82) und Henrike Schukat (BRC) traten ein weiteres Mal an den Start. In ihrem Rennen über 1500 Meter erlangten sie, trotz technischer Probleme und einer ausbaufähigen Technik, den zweiten Platz im A-Finale. Kristian Streit fuhr als nächster im Leichtgewichts-Einer zum Start. Nach dem Startsignal schob er sich direkt an die Spitze. Seine Position konnte er weiter halten und ging als Erster über die Ziellinie. Insgesamt erreichte er die zweitschnellste Gesamtzeit aller Starter im Leichtgewichts-Einer. Erneut gingen Julian und Fynn-Malte an den Start. Diesmal allerdings mit Til Hildebrand (BRCH) und Janek Hadamovsky (BRCH) im Doppelvierer mit Steuerfrau Yva-Yara Schmitz. Nach einem schlechten Start schoben sie sich trotzdem Schlag um Schlag an die erste Position heran, konnten diese halten und gingen als Erste über die Ziellinie. Nach den Ergebnissen des Doppelzweier ging es am Nachmittag für Luise und Leonie zusätzlich in Renngemeinschaft mit Sophie Leupold aus Dresden und Anneke Mau aus Würzburg im Doppelvierer ohne Steuermann über die 2000 Meter an den Start. Hier erreichen sie einen zweiten Platz, knapp hinter dem ersten deutschen gesetzten Vierer.

Nachdem alle sehr gute Leistungen erbracht haben, wurden die Boote auf den Hänger geladen und die Sachen gepackt. Anschließend fuhren die gesamten Junioren wieder nach Bremen-Vegesack. In den nächsten Wochen wird weiter hart trainiert, um auf den Deutschen Meisterschaften beste Leistungen zu zeigen.