Am vergangenen Wochenende traten die Sportler des Vegesacker Rudervereins auf der großen Bremer Ruderregatta auf dem Werdersee an. Bei strahlendem Sonnenschein und starkem Schiebewind konnten sie auf heimischen Gewässern wichtige Erfahrungen sammeln.

Julian Rümenapf zeigte sich besonders stark und konnte alle seine Rennen für sich entscheiden. Am Samstag trat er zunächst im schweren Einer der B-Junioren an, hier zog er seinen Gegnern schon direkt am Start davon und kam mit mehreren Längen Vorsprung als Erster in das Ziel. Zusammen mit seinem Partner Fynn-Malte Dellinger (Bremer RC Hansa) konnte er diesen Erfolg im Zweier ohne Steuermann weiter führen. Nach einem schwachen Start konnten die beiden über die erste Streckenhälfte ihr Können zeigen und platzierten sich im Ziel mit gutem Vorsprung auf dem ersten Platz. Auch am Sonntag traten sie wieder im Zweier an. Hier dominierten sie das Feld vom Start und fuhren ungefährdet zu einem weiteren Sieg. Und auch im gemeldeten Doppelvierer mit Steuerfrau in Renngemeinschaft mit dem Bremer RC Hansa gelang ein Start-Ziel-Sieg.

Julian Rümenapf_Fynn-Malte Dellinger

Lisa Schneemann trat am Wochenende vier Mal im leichten Einer der Seniorinnen an, zwei Mal davon sogar in der höheren Altersklasse. Direkt im ersten Rennen spurtete die Vegesackerin vom Start entschlossen nach vorne und verteidigte über die Strecke ihren ersten Platz. In der höheren Altersklasse lagen die Boote dann deutlich dichter beisammen, hier konnte Lisa im Endspurt ihre Gegnerinnen nicht mehr halten, so dass sie im Ziel knapp dahinter lag. In Ihrem letzen Rennen zeigte sie sich schließlich wieder deutlich kämpferischer, ein Boot musste Lisa dennoch ziehen lassen, die weitern Gegner konnten den zweiten Platz allerdings nicht mehr gefährden.

Stefan Giesen sammelte auf dem Werdersee bei den schwierigen Bedingungen wieder wichtige Erfahrungen. Nachdem er seine Rennen am Samstag vom Start sehr schnell startete, konnte er das Tempo nach hinten nicht mehr halten und musste einige Gegner ziehen lassen. Am Sonntag konnte er sich dadurch deutlich steigern. Wieder startete er schnell vom Start weg, über die Streckenhälfte konnte er sein Tempo durch die aufrückenden Boote diesmal jedoch halten. Zum Ziel hin wurde es durch ein paar technische Unsauberkeiten nochmal spannend, am Ende reichte es dennoch für den ersten Platz.

Lukas Goecke fand am Samstag im Einer noch nicht seinen Rhythmus, nach einer starken ersten Hälfte fehlte auf der zweiten Hälfte die Kraft um die Geschwindigkeit oben zu halten. Ähnlich ging es seinem Bruder Simon Goecke, der ebenfalls gut startete, auf der zweiten Hälfte jedoch nicht dynamisch genug war um vorne dabei zu bleiben. Im Doppelzweier konnten sich die beiden deutlich besser präsentieren. Hier blieben sie über mehrere gut platzierte Spurts im Feld, erst im Endspurt konnte sich ein Boot lösen. Am Sonntag wurde es für die beiden im Doppelzweier dann noch knapper. Bis zur Hälfte lagen Lukas und Simon noch eine knappe Länge hinter dem erstplatzierten Boot. Über einen starken Endspurt kämpften sie sich bis kurz vor der Ziellinie sogar vorbei, nur durch ein kurzes hängen bleiben mussten sie sich dann doch geschlagen geben. In ihren abschließenden Rennen im Einer zeigten beide noch einmal deutlich dynamischere Rennen als am Vortag, im Ziel reichte es dann für Lukas bei den leichten Senioren für Platz zwei und Platz drei für Simon bei den schweren Senioren.

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Kristian Streit trat sowohl im leichten Einer als auch im leichten Doppelzweier an. Im leichten Einer ging er die Rennen auf dem ersten Streckenabschnitt zu ruhig an und musste sich im weiteren Verlauf dadurch wieder an seine Gegner heran kämpfen, wobei er sich auf der zweiten Streckenhälfte jeweils deutlich steigerte. Im Doppelzweier wurden verschiedene Kombinationen ausgetestet um die weitere Saison abzustecken. Am Samstag trat Kristian in Renngemeinschaft mit Bremerhaven an, der Doppelzweier konnte sich trotz technischer Unterschiede gut präsentieren, am Ende reichte es für Platz zwei. Am Sonntag wurde dann eine Kombination mit dem Bremer RV von 1882 getestet. Hier ging der Doppelzweier direkt in Führung, musste diese durch Unsauberkeiten im Endspurt allerdings um wenige Zehntelsekunden wieder abgeben.

Pia Lüsse und Rieke Wens traten zusammen jeweils im Doppelzweier und im Doppelvierer an. Im Doppelvierer zeigten sie deutlich bessere Rennen als noch vor zwei Wochen in Münster. Im Doppelzweier konnten sie dann verletzungsbedingt nicht ihr volles Potential abrufen und platzierten sich im Mittelfeld.

Bei den Masters traten Rickmer Rockmann und Nils Homburg über 1000 Meter im Zweier ohne Steuermann an. Hier lieferten sie sich ein spannendes Rennen mit ihren Gegnern, welches sie erst im Endspurt für sich entscheiden konnten.

Von den Studenten der Jacobs Universität traten Natasha Danailovska und Paula Prondzinsky jeweils im Doppelzweier und im Doppelvierer zusammen mit Jasmina Bier und Nouria Jantz an.  Der Achter der Jacobs-Uni trat an beiden Tagen an, am Samstag konnten sie den vierten Platz errudern. Am Sonntag starteten sie dann im Finale des traditionellen Senats-Achters und erkämpften sich den vierten Platz.

Zeitgleich zur Regatta in Bremen trat Luise Asmussen bei der internationalen DRV-Regatta in München in den von der Bundestrainerin gesetzten Booten an. Am Samstag startete sie im schweren Doppelzweier der A-Juniorinnen. Im Vorlauf konnte Luise sich mit ihrer Partnerin aus Berlin über die Streckenhälfte an ihren tschechischen Gegnerinnen vorbei kämpfen und sich dadurch im A-Finale platzieren. Bei starkem Gegenwind erreichten sie dort einen sechsten Platz. Am Sonntag ging es dann im dritten gesetzten Doppelvierer an den Start. Durch krankheitsbedingte Umbesetzung fand die Mannschaft keinen gemeinsamen Rhythmus, wodurch sie über den Vorlauf in das B-Finale einzogen. Dieses konnten sie nachmittags dann ungefährdet gewinnen.