Die MAG setzt auf Bildung und ist der Einladung von Ruderfreund Dettmer Fischer als „noch“ Schulleiter gefolgt und hat seine Waldschule Schwanewede besucht. Pünktlich am Donnerstag, den 22. Januar um 09:00 Uhr wurden insgesamt 10 Mitglieder der MAG im reifen Seniorenalter am Sportzentrum in Schwanewede von Dettmer in Empfang genommen. Mit sichtlichem Stolz präsentierte er die verschiedenen Gebäude des großen Schulkomplexes. Es wurde sehr schnell deutlich, dass heute ein Schulleiter einer Kooperativen Gesamtschule nicht nur Lehrer sondern auch Manager eines mittelständischen Unternehmens ist.

Immer wieder hörte man eine Bemerkung der Besucher: „Ja, zu meiner Zeit war das alles ganz anders!“ Mit Staunen wurde festgestellt, dass die eigene Schulerfahrung mit großen Klassen, Frontalunterricht, Sitzenbleiben und Ausleseverfahren heute „Kriegsgeschichte“ ist. Selbstbeteiligung, eigenständige Lernerfahrung, individuelles Fördern und Fordern, Gruppenarbeit, moderne Fachlehrräume, Durchlässigkeit für alle Lernstufen sind die Kennzeichen der heutigen Pädagogik.

Besonders spannend wurde es, als wir von Dettmer auf verschiedene Klassen aufgeteilt wurden, um hautnah am Unterricht teilzunehmen. Interessant dabei war auch, dass wir sogenannte Inklusionsklassen beobachten konnten, also Klassen, in denen Förderschüler und Regelschüler gemeinsam unterrichtet wurden.

Es ist schon bemerkenswert, welcher Aufwand betrieben werden muss, damit 3 Förderkinder gemeinsam mit ca. 16 anderen Kindern Lernerfahrungen sammeln können. Neben der Klassenlehrerin sind eine Sonderschulpädagogin und eine Sozialbetreuerin gleichzeitig erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen.

In der anschließenden Diskussion mit Dettmer und zwei weiteren Lehrkräften wurde dann auch schnell deutlich, dass dieses hohe und erstrebenswerte Ziel der Inklusion nur dann erfolgreich sein wird, wenn die Voraussetzungen dazu vom Dienstherren geschaffen werden. Und da stimmt es leider an allen Ecken und Kanten noch nicht.

Erstaunlich war auch die hohe Motivation der Lehrkräfte, die allen Ortes spürbar war. Und das alles ohne Rohrstock, den viele von uns noch leidvoll in Erinnerung hatten.

Unser Ruderfreund Dettmer ließ es sich nicht nehmen, uns in der modernen Schulkantine zum Mittagessen einzuladen. 3 Menüs mit Getränken standen zur Auswahl, wo gab es das zu unserer Zeit!

Wir Ruderopas gingen voller guter Eindrücke nach Hause, staunend über die heutigen Anforderungen an zeitgemäße Pädagogik, klammheimlich dankbar, dass wir das alles erfolgreich hinter uns haben und noch dankbarer für die hochinteressante Einladung von Dettmer.

Wir wünschen ihm einen guten Ruhestand und viel Zeit für gemeinsames Rudern.

Michael Kampf