Am Sonnabendmorgen, 28. Juni, starteten 8 Mitglieder der MAG im Ruderdress in Bremen-Nord gen Hamburg. Die Fahrt in den zwei Pkw verlief bis Hamburgs Innenstadt wegen der Navigationskünste von Jens problemlos. Diese waren aber gefordert, als Dieter aus Essen telefonisch von den üblichen DB-Problemen – bei ihm allemal – berichtete. Das Navi war damit während des Telefonats funktionslos, und erst nach uns unendlich vorkommenden Minuten war klar, dass unser Essener MAG-Mitglied eine Stunde später eintrudeln würde. Eine kleine Irrfahrt führte uns mit Navigationsunterstützung durch Hamburg bis zum Zielort „Ruderverein Teichwiesen“.056 (2)126 (2)

den Alsterlauf  aufwärts bis zur Sperre in Ohlsdorf. Der Weg führte uns zurück zum Ruderverein Teichwiesen, vorbei an Villen, die das mit herrlichem Bewuchs bestandene Ufer säumten. Dort kam wenig später auch unser Freak der öffentlichen Verkehrsmittel an. Alsterabwärts unternahmen wir einen Abstecher in den Rondeelteich, an dessen Ufern sich die Hautevolee Hamburgs niedergelassen hatte. Trotz rundum drohender Gewitterwolken gelangten wir noch bis in die Binnenalster. Nach der Wende setzten Gewitterstürme ein, die das Wasser der Alsterseen zu einer für Ruderboote ungemütlichen Fahrt werden ließen.

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Wir wichen in verwunschene Alsterkanäle aus, die gerade breit genug für unsere Boote waren. Der Busch- und Baumbestand der Uferzone zwang uns häufiger, die Köpfe einzuziehen. „Kartenhinni“ erkundete mit uns etliche blind endende Stichkanäle, bevor wir über den „Uhlenhorster-“ und den „Alsterkanal“ doch noch den richtigen Weg zur Alster fanden. Am Kanal „Am Langen Zug“ kehrten wir in Zieglers idyllisch gelegenem Café ein.

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Die erwarteten Gewitterschauer blieben aus, und nach kurzer Trinkpause ruderten wir zum Ausgangspunkt zurück. Frisch geduscht machten wir uns auf den Weg ins Schanzenviertel, wo wir eine Tisch im Brauereigasthof „Altes Mädchen“ reserviert hatten. Die Speisen konnten leider nicht mit der interessanten Biervielfalt konkurrieren, was angesichts des gemütlichen Ambientes aber nicht störte. Nach einem Abstecher auf die Dachterrasse des „Block Bräu“ am alten Elbtunnel genossen wir noch die Veranstaltung „Schlagermove“ in St. Pauli mit Tausenden von gut gelaunten karnevalsmäßig kostümierten Teilnehmern, vielen Umzugswagen und lauter Musik.Nach Mitternacht, passend zu uns Gästen aus der Bremer Provinz, erreichten wir unser Apartmenthotel in der Provinz Ellerbek vor den Toren Hamburgs. Die nächtliche Suche nach der übrig gebliebenen Geneverflasche war nach Aufwecken sämtlicher Hotelgäste von Erfolg gekrönt. Wer will schon mit halb gefüllten Flaschen die Heimreise antreten! Beim Frühstück konnten wir die Frage einiger gestresster Hotelgäste nach dem Ergebnis unserer Suche positiv beantworten. Den geplanten Schiffsausflug auf der Elbe ließen wir wegen des immer noch auf Hamburgs Straßen herrschenden Chaos ausfallen, und stattdessen klang die Fahrt in Grohn „Unnern Barg“ im gemeinsamen Kreis aus. Das Fazit fiel einhellig aus: Organisation und Rudertour „schreien“ nach einer Wiederholung.

Volker Osthus