(Aus: Steganlage des VRV, Fortsetzungsgeschichte in 5 Teilen)

Im 1. Teil der Fortsetzungsgeschichte wurde schon über den neuen Anleger berichtet. Mit dem neuen Anleger sind wohl Alle sehr zufrieden. Aber was nützt es, wenn der Zugang über die Brücke nicht mehr sicher gewährleistet ist. Schließlich hat auch sie, wie der alte Anleger, fast 40 Jahre treu gedient. Die Korrosion schreitet voran und der Holzbelag ist bei Nässe rutschig und die Unterkonstruktion in Teilen morsch geworden.

2. Teil : Einholen der Brücke

Am Samstag 11.Januar versammelte sich eine bunte Schar von Ruderkameraden aller Jahrgangsgruppen, um die alte Brücke in die leergeräumte Halle des Bootshauses zu bugsieren, wo sie generalüberholt werden sollte. Im Nachhinein war dies wohl auch gegenüber den Varianten wie Einhausung und Sanierung außerhalb der Halle oder einer Fremdvergabe (mit zusätzlichen Kosten für Transport in die Werkshallen) die beste Lösung. Die Holzbeplankung soll durch moderne rutschfeste Kunststoff- Gitterrosten aus GFK ersetzt werden. Der Anstrich – insbesondere unterhalb des Belages- muss erneuert werden.
Zuvor aber wird es heißen: Rost klopfen.

Eine generalstabsmäßige Planung ließ im Handlungsablauf keine Probleme aufkommen:

  • Mit Seilwinden und Kettenzügen wurde die Brücke angehoben und vom Anleger getrennt.
  • Versierte „Fahrensleute“ mit Bootsführerscheinen dirigierten den 18 Meter langen Anleger, versehen mit Außenborder und Motorbootunterstützung lesumaufwärts zur Bootswerft Winkler.
  • Die tonnenschwere Brücke wurde auf Rollen in vorbereiteten Schienen langsam durch das Spundwandtor auf das Vereinsgelände gezogen. Gut, dass man auf die Erfahrungen der Ägypter beim Pyramidenbau zurückgreifen konnte.
  • Mit qualmender Kettensäge wurde der Holzbelag von Tommy zerlegt und auf das bereitstehende Traktorgespann zwecks Entsorgung verladen.
  • Bei einer vorzüglichen Erbsensuppe und Heißgetränken sammelten die Ruderer Kraft für den problematischsten Teil des Manövers, das Drehen der Brücke um 90 Grad in Richtung Bootshalle.
  • Dank des Radladers, der einige Male die mit den Rollen im Rasen versackende Brücke wieder anhob und Tommys Rangierkünsten konnte die Brücke vors Hallentor geschoben werden.
  • Ein Hochdruckreiniger und viele Stahlbürsten befreite die Brücke von groben Verunreinigungen und loser Farbe. Der Wasserdampf mischte sich mit dem einsetzenden Nieselregen.
  • Der für diesen Tag letzte Akt, Einschieben in die Halle und Aufständern war dann ein Leichtes, der Wagenheber von Hansi klagte allerdings später über einigen Ölverlust. Die Sanierung kann nun erfolgen.

Volker Osthus

3. Teil: Sanierungsarbeiten

  • Die leergeräumte Bootshalle war schon am Samstag mit Folien abgehängt worden, um den Schleifstaub nicht durch das ganze Haus zu tragen und eine effektivere Beheizung bei niedrigen Temperaturen zu ermöglichen.
  • Dank einer großzügigen Spende von Detlef Jordan stand eine Kiste mit Staubmasken, Ohrschutz, Brillen und Handschuhen für den persönlichen Schutz und diversen Schleifmitteln bereit.
  • Grob gesagt wurde eine Woche entrostet, eine Woche gestrichen und eine Woche der neue Belag montiert. Insgesamt wurden dabei ca. 300 Stunden von Frauen, den Trainingsleuten und Männern aus allen Gruppen des Vereins gearbeitet.
  • Damit die Farbe trocknen konnte musste bei den zwischenzeitlich eingetretenen Frosttagen geheizt werden. Die Entscheidung, die Sanierungsarbeiten in der Halle zu machen, war spätesten jetzt goldrichtig.
  • Stefan Höweler hat neue Kabel verlegt und für die Beleuchtung wurden von Reinhard Pokall Edelstahl Gehäuse gekantet.
  • Dank vieler fleißiger Hände gingen die Arbeiten gut voran, sodass wie geplant die Brücke zum 15.02. fertig wurde.

4. Teil: Einschwimmen der Brücke

Die Tide ist am Samstag 15. Februar gut, Frost mit Eisgang ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Ansonsten waren die Wetterprognosen für den 15. Februar denkbar schlecht: Sturm und Schauer. Wie so oft wird es hoffentlich nicht so schlimm wie angekündigt. Die Brücke soll am 15.02. wieder eingeschwommen werden.

Wir hatten aus dem 2.Teil Erfahrungen gesammelt und jetzt Holz- und Stahlplatten zum Verfahren der Brücke ausgelegt. Die „Flurschäden“ waren minimal. Die Arbeiten waren entsprechend dem Einholen der Brücke in umgekehrter Reihenfolge. Hier sagen die Bilder mehr als Worte.

Auch wenn es unter den „Häuptlingen“ nicht immer einer einhellig war, hat es insgesamt gut geklappt. Wichtig war, dass es bei den nicht immer einfachen Arbeiten keine Verletzungen und Schäden gab.

5. Teil: Dieser folgt im Sommer

Zwischen Spundwand und beweglicher Brücke ist noch der feste Teil der Brücke. Dieser muss auch noch entrostet und gestrichen werden und die Balkenlage muss ausgetauscht werden. Die Kanthölzer liegen schon bereit (sofern sie nicht in der Brücke verbaut wurden). Die Arbeiten können aber nur bei höheren Temperaturen gemacht werden, es ist also noch Zeit

Ullrich Ziegler

Bilder in der Fotogalerie: hier