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Wässrige Kohlfahrt

Doro Buhlmann

Wir sind ja Wassersportler – von daher macht uns Regen gar nichts aus. Pünktlich zum Treffen vor Bärbel und Thomas Garage öffneten sich die Schleusen. Der gereichte Glühwein schmeckte um so besser. Aber wo war eigentlich das Königspaar? Als wir schon glaubten, sie hätten sich verdrückt öffnete sich das 2. Garagentor wie von Zauberhand und zu bombastischen Klängen trat das illustre Paar unters Volk – fehlte nur noch der majestätische Nebel – der wurde dann nachgeliefert.

Nach einigem Geplauder – und der Verteilung rätselhafter Armbändchen – gings dann los, eine Gefolgschaft von 30 Personen folgte dem Königspaar, stoppte dem üblichen Ritual gemäß an jeder Kreuzung, um die diversen Flüssigkeiten aus dem Wägelchen zu sich zu nehmen, zudem wurden Käse- und Salamihäppchen gereicht. Es ging hinunter zur Schönebecker Aue, Pause bei prasselndem Schauer im Wäldchen vor den Schönebecker Wiesen beim Schloss. Weiter ging es an den Wiesen entlang – man musste aufpassen, nicht auszurutschen. Am Holthorster Weg riss der Himmel auf und bot uns eine schöne Aussicht in die Bremer Schweiz.

Wir bogen in den Thüringer Weg ein – na das war mutig, den holperigen Weg mit dem wackeligen Gefährt zu wagen… Zunächst ging alles gut, doch plötzlich gab es einen lauten Rums und Geklirre – Das Bollerwagen Zugpferd (wir wollen mal keine Namen nennen…) wollte wohl ein bisschen zu kraftvoll das Gefährt über die Aue – Brücke wuppen. Aber Glück im Unglück, alles blieb heile, die paar Fläschchen waren schnell wieder sortiert – nur:  Liebe Greta, verzeih uns – Stefan und Thomas haben alles gegeben  um die Tupperdose aus der Aue zu angeln, aber baden gehen mochten sie dann doch nicht – Bärbels Dose wird sich mahnend zu den Plastikbergen im Meer gesellen.

Bis wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten, war es dunkel geworden. Angekommen am Mühlenweg, ahnten wir nun schon, wo unser Ziel war: Bruns Garten. Davor noch ein letztes Schlückchen, dann hinein in die gemütliche Stube. Wir hatten die Lokalität für uns. Wofür dann diese Bändchen? Wir nahmen Platz an der einladend gedeckten Tafel, ließen uns Vorsuppe und den köstlichen Kohl schmecken, sogar Nachtisch gab es. Dann wurde es ernst. Das Königspaar inszenierte eine spannende Zeremonie, ging von Platz zu Platz, testete, ob das Krönchen vielleicht passt – jede*r war froh, als sie vorbeizogen – aber das war noch nicht das Ende vom Lied. Nun zeigt mal eure Bändchen her und siehe da: Annette`s und Mannie`s waren mit einer Krone markiert: Nun stand das glückliche Königspaar also fest und konnte mit dem Ehrentanz die Tanzrunde einleiten – Norberts modernste Technik lieferte die Musik. Es war eine rundum gelungene, fröhliche Kohlfahrt, wässrig nur von oben, ansonsten sehr gehaltvoll. Ein Dank an das Königspaar Norbert und Bärbel.