Am 5. Oktober fand zum 90. Mal die Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ auf der Spree mitten durch die Stadt statt. Vom VRV nahmen wir nach langer Zeit wieder mit einem Mastersachter der Altersklasse D (Durchschnittsalter 50 Jahre) in der Besetzung Hans-Gerd Busmann, Stefan Höweler, Redelf Janßen, Lars Schröder, Marten Benjes, Ingolf Reinking, Kai Hamann, Rickmer Rockmann und Steuerfrau Lisa Schneemann teil. Da wir in der Originalbesetzung wenig zusammen trainieren konnten, trafen wir uns am Tag vorher am Berliner Leistungsstützpunkt am Jungfernheideweg, um auf dem Hohenzollernkanal noch eine letzte Trainingseinheit zu absolvieren. Wir trafen dort auch kurz Luise, die mit einer Mannschaft im Doppelvierer ebenfalls eine Trainingseinheit absolvierte. Die Trainingseinheit ging bis zur Schleuse Plötzensee in die eine und bis kurz vor die Mündung des Kanals in die Havel in die andere Richtung. In Richtung der Havel kreuzten in niedriger Höhe die Flugzeuge, die einen knappen Kilometer weiter in Tegel landeten.
Nach dem Training mussten wir den Achter zunächst wieder abriggern, verladen und zum Bootsplatz in der Nähe der Schleuse Charlottenburg verholen, um einen guten Stellplatz zu ergattern. Danach ging es zu einem Italiener in Spandau, um den Abend ausklingen zu lassen.
Am nächsten Tag mussten wir nach dem Frühstück zunächst bei frischen Temperaturen den Achter aufriggern und dann den Anhänger zum Ziel in der Nähe des Hauses der Kulturen der Welt (ehemalige Kongresshalle) umfahren. Anschließend ging es aufs Wasser, um uns vor dem Rennen noch warm zu fahren. Das Wetter wurde auch langsam besser und wir konnten doch in kurz rudern. Um 13:30 war es dann soweit. Nachdem wir uns langsam in die Spree in Richtung Startpunkt an der Jungfernheidebrücke bewegt hatten, kam das Startsignal und wir begaben uns mit einer 30er Schlagzahl, motiviert durch Steuerfrau Lisa, auf die sieben Kilometer lange Strecke bis kurz vor das Kanzleramt. Nach knapp der Hälfte der Strecke in Moabit hatten uns die beide hinter uns liegenden Achter eingeholt und versuchten, auf der recht kurvigen Strecke ihre Überholmanöver. Wir versuchten zwar den Vorteil der Innenkurve noch ein wenig auszuspielen, am Ende waren die Gegner aber doch schneller. Auf der Lutherbrücke, neben dem Schloss Bellevue und somit ca. 500m vor dem Ziel standen unsere Frauen, um uns nochmal kräftig anzufeuern und natürlich gute Bilder zu schießen. Nach der Zieldurchfahrt hieß es, sofort zu wenden, anzulegen und das Boot zum Anhänger zu tragen, da die weiteren Boote ebenfalls in zügigem Takt durch das Ziel fuhren. Im Anschluss an das Abriggern war natürlich erst einmal eine Runde Bier fällig, um der drohenden Unterhopfung zu entgehen, und um eine erste Analyse des Rennens vorzunehmen.

Im Anschluss ging es zurück zum Hotel, und wir machten uns landfein für einen weiteren Abend bei einem weiteren Italiener in Spandau, um die Regattaanalyse zu verfeinern.
Am Sonntag hieß es für den Großteil, abzureisen. Insgesamt war es ein schönes Wochenende, aus ruderischer Pespektive haben wir aber im Bereich Kraftausdauer für das nächste Jahr noch etwas Luft nach oben.
Redelf Janßen