Vom 20.-23.06. fanden die deutschen Meisterschaften auf dem Beetzsee in Brandenburg statt. Für den Vegesacker Ruderverein war in diesem Jahr eine kleine Truppe von fünf Sportlern mit dabei.

Ole Grünert und Jan Schlegel starteten zusammen mit dem Bremer Ruderverein von 1882 im schweren Junioren Vierer mit Steuermann der Altersklasse B. Im Vorlauf belegten die vier Jungs mit ihrer Steuerfrau den fünften Platz und mussten dadurch noch einmal in den Hoffnungslauf. Dort kamen sie sehr gut aus den Startblöcken, allerdings mussten sie im weiteren Streckenverlauf die Konkurrenz ziehen lassen und erreichten schließlich den sechsten Platz. Dadurch schieden sie leider schon vorzeitig aus, allerdings konnten sie auf ihrer ersten Meisterschaft wertvolle Erfahrungen sammeln.

Tjark Gerken ging wie bisher zusammen mit seinem Partner Malek Chanawani vom Bremer Ruderverein von 1882 im leichten Doppelzweier der Junioren B an den Start. Im Vorlauf gelang es den beiden sich auf den dritten Platz zu schieben, allerdings reichte dies noch nicht aus für eine direkte Qualifizierung. Daher mussten sie ebenfalls im Hoffnungslauf antreten. Über die letzten 500 Meter zeigten die beiden ihre Stärke und konnten sich auf den zweiten Platz kämpfen, wodurch sie den Einzug in das Halbfinale geschaffte haben. Im Halbfinale konnten sie das Tempo der anderen Boote nicht ganz mitgehen, mit dem fünften Platz reichte es für das B-Finale am kommenden Tag. Dort drehten die beiden dann allerdings wieder etwas auf. Über die ersten 1000 Meter fuhr das Feld der Konkurrenten noch vor ihnen her. Im Endspurt gelang es den beiden dann, sich wieder weiter nach vorne zu schieben, so dass im Ziel ein starker vierter Platz und somit Rang 10 insgesamt heraussprang.

Neele Benjes vertrat gleich zwei Mal die blau weißen Farben des Vegesacker Rudervereins. Schon am Donnerstag ging es in die Vorläufe im leichten Einer und im leichten Doppelvierer der Juniorinnen A. In beiden Rennen lief es noch nicht ganz so rund, die Nervosität war deutlich anzumerken. Dennoch reichte es im Einer mit dem dritten Platz für eine Direkt-Qualifizierung für das Halbfinale. Im Vierer gelang dies mit dem dritten Platz leider nicht, hier mussten die vier Frauen (Inken Schröder – Germania Kiel, Martje Westphal – Elmshorner RC, Anna Sophia Langemann – RG Kassel) noch einmal durch den Hoffnungslauf am Freitag. Dort starteten sie als Favoriten und zeigten auch direkt ihre Stärke. Mit einem Start-Ziel-Sieg fuhren sie direkt in das Finale. Doch zunächst musste Neele noch im leichten Einer durch das Halbfinale. Dort erwischte sie die Setzung für den schwereren Lauf. In ihrem bisher stärksten Rennen zeigte sie ihr ganzes Können über die 2000 Meter lange Strecke. Bis zum Endspurt hielt sie sich knapp hinter der dritt-platzierten, dann allerdings zog sie noch einmal an und konnte sich bis in das Ziel den dritten Platz mit Abstand sichern. Im verdienten A-Finale am Sonntag stand somit ein weiteres schwer umkämpftes Rennen an. Auch hier war der Verlauf ähnlich, Neele fuhr über die Strecke sehr gut im Feld mit und kämpfte sich immer wieder an die Medaillen-Ränge heran. Im Endspurt blieb sie dann jedoch kurz hängen, im Ziel fehlten ihr 3/10-Sekunden auf Bronze, im Gesamtdeutschen Ranking konnte Neele sich damit als viertschnellstes Boot platzieren. Zum Abschluss stand bei ihr noch der leichte Doppelvierer an. Hier kam das Boot über die Strecke nicht an ihre in der Saison gezeigten Leistungen heran. Vom Start fuhren die vier Frauen auf Rang fünf, auch mit einem starken Endspurt konnten sie dies nicht mehr ausbauen. Neele wird nun am kommenden Wochenende noch einmal auf den deutschen Großbootmeisterschaften im leichten Doppelvierer der Seniorinnen antreten.

Luise Asmussen startete bei den leichten Seniorinnen B sowohl im Doppelzweier zusammen mit Neuss, als auch im Doppelvierer. Im Doppelzweier ging es um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr in Sarasota stattfinden wird. Bereits im Vorlauf zeigte Luise zusammen mit Cosima Clotten ihre Ambitionen, die beiden setzten sich vom Start an von ihren Konkurrentinnen ab und fuhren mit einem deutlichen ersten Platz direkt in das Finale. Im Finale dann spielten die Frauen ihre komplette Stärke ab. Vom ersten Schlag an schob der Zweier sich vor das Feld und arbeitete sich sauber weiter weg von der Konkurrenz. Im Ziel fuhren die zwei auf einen ungefährdeten ersten Platz und holten sich die Gold-Medaille. Somit geht es ab Dienstag, den 25.06. direkt weiter in das Trainingslager für die Weltmeisterschaft und anschließend nach Sarasota! Im leichten Doppelviere traten Luise und Cosima dann zusammen mit Johanna Reichardt (Leipzig) und Elisabeth Mainz (Berlin) an den Start. Ohne gemeinsames Training ging es für die vier auf die Strecke. Allerdings zeigten die vier Frauen auf der Strecke ihre Klasse. Wie schon im Zweier schob sich das Boot am Start nach vorne und fuhr über die Strecke Schlag für Schlag der Konkurrenz davon. Die Goldmedaille in dieser Bootsklasse war der krönende Abschluss der deutschen Meisterschaft für Luise, nun geht es für im leichten Doppelzweier in Richtung Weltmeisterschaft.