Das gab es seit Jahrzehnten nicht – ein Anrudern ohne Rudern. Beim Rudern gibt es die Regel: Wenn einer im Boot sagt: Das ist mir zu gefährlich, dann geht man nicht aufs Wasser. In diesem Fall war es der 1. Vorsitzende, der sich gegen das Rudern entschied. Zwar schien die Sonne strahlend von einem blitzeblauen Himmel, doch der eisige Ostwind mit Böen der Stärke 8-9 stand gegen das auflaufende Wasser und baute damit hohe Wellen auf der Lesum mit Schaumkronen auf – das Risiko, dass hier jemand zu Schaden kommen könnte war zu groß. So kündigte Uwe Vielstich in seiner Begrüßungsrede an: Heute wandern wir zum Segelclub Niedersachsen Burg, wo uns die Erbsensuppe der neuen Pächter erwartet. Von Christian Streit wurde ein aufwändig renoviertes Rennboot für die Jugendabteilung getauft, dann wärmten sich die ca 50 verhinderten Ruderer im Vereinsheim auf und begaben sich schließlich mit ihren Rudersäcken auf Wanderschaft – oder auch radelnd über den Deich. Man stemmte sich gegen die heftigen Böen und  plauderte fröhlich. Mit Blick auf die aufgewühlte Lesum waren alle froh, nicht im Boot zu sitzen.  Die Erbsensuppe im Segelclub schmeckte auch ohne Rudern und gute Laune hatten gewanderten Ruderer sowieso!

Ein Dank den flexiblen Organisatorinnen Ruth und Meike.