Durch Vermittlung unseres Ruderkameraden Helge Saeger konnten die Mitglieder   der MAG am 07. März die Firma Rotec in Lemwerder besichtigen. Dort werden  Rotorflügelformen  aber auch Rotorflügel selbst nach den Vorgaben der Windkraftanlagenhersteller produziert.

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                       Rotorenflügelhalle                                        16 MAG-ler, 1versteckt

Um 16 Uhr trafen sich 17 Kameraden der MAG am Pförtnerhaus des Produktionsbetriebes. Dort wurden sie mit Schutzhelmen und Sicherheitskappen für ihre Schuhe ausgestattet. Auch die im Betrieb vorgeschriebenen Schutzbrillen kleideten die Ruderer vorzüglich.

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            Verstecken gilt nicht, Helmut                         kleidsame Schutzbrille

Nach einleitenden Worten des Herren Lamm von der Firma Rotec zur Geschichte und Entwicklung des Betriebes, der mit 700 Mitarbeitern wesentlicher Wirtschaftsfaktor in unserer Region ist, besichtigten wir die Fertigungshallen. Sehr beeindruckend war die Produktion der etwa 60 Meter langen Flügel, die aus zwei Halbschalen bestehen und aus mehreren Lagen von Glasfaser- und Carbonfaserlaminaten rund um ein Innenskelett in Form eines Doppel-T-Trägers hergestellt werden. Fragen des Blitzschutzes, der Haltbarkeit, der Anflanschkonstruktion für das Anbringen der Flügel an den Kopf der Windkraftwerke und vieles mehr wurden von Herren Lamm eingehend beantwortet, so dass einem Laien wie dem Verfasser dieser Zeilen bald der Kopf schwirrte. Trotzdem blieb eine Menge hängen: Eine Windkraftanlage mit einer Flügellänge von knapp 60m leistet um die 2,5 MW, kann 5000 Haushalte versorgen, darf nur noch in Windparks von mindestens sieben Anlagen errichtet werden; ein Flügel wiegt etwa 7 Tonnen, wird in 24 Stunden gefertigt, steht nach einer Woche zur Auslieferung bereit und wird nach der Auslieferung während des Betriebes durch ein Mannloch am Anflanschkopf regelmäßig im Inneren und durch einen speziellen Arbeitskorb von außen überprüft. In die Tiefe gehende Fragen, gestellt von den Technikern aus unserer Gruppe, wurden ebenfalls erschöpfend beantwortet. Nach zwei Stunden auf dem Gelände der Firma Rotec trennten sich die Mitglieder der MAG mit dem einhelligen Fazit, ihr Wissen durch die hervorragende Führung von Herrn Lamm erweitert zu haben.

Als Dank wurde Herren Lamm ein Exemplar der Jubiläumsausgabe unserer Vereinsgeschichte überreicht. Sollte bei der Firma Rotec der Wunsch nach einer Ausweitung der Produktpalette bestehen, schlagen wir den Bau von Kirchbooten aus Carbonfaserelementen vor.

Volker Osthus