VRV-Doppelzweier ist Deutscher Jugendmeister 2008

DJM

Foto: Bosse Rothe (links) und Lars Bergmann

Finals

Dem Finalrennen am Sonntagmorgen fieberte der LGW-Doppelzweier mit Lars Bergmann und Bosse Rothe hochmotiviert entgegen. Gute Vorleistungen hin oder her – in solchen Rennen werden die Karten erfahrungsgemäß neu gemischt und von Platz eins bis sechs war für die Vegesacker alles drin. Um 9:40 Uhr ging es dann bei perfekten Ruderbedingungen voll zur Sache. Vom Start weg setzten sich die drei Favoritenboote nach sehr schnellen 500m mit über einer Bootslänge ab. Leichte Vorteile hatte das Kölner Boot, knapp vor den Vegesackern und dem bisher schnellsten Boot aus Berlin. Ab der Streckenhälfte bei 750m machten Lars und Bosse dann mächtig Druck und setzten die Vorgabe um, Risiko einzugehen und mit hohem Aufwand das Heft in diesem wichtigen Abschnitt des Rennens in die Hand zu nehmen, perfekt um und schoben sich Schlag für Schlag in die Führungsposition.

Bei 1300m war es dann fast eine halbe Bootslänge Vorsprung, die bis ins Ziel gerettet werden sollte. Aber, wie zu erwarten, kam das bisher schnellste Boot aus Berlin mit seinem starken Endspurt immer weiter an die beiden Vegesacker heran. Mit allerletzter Kraft hielten sie dagegen und sicherten sich in 5:12,15 Minuten mit 0,35 Sekunden Vorsprung vor Berlin und 1,35 Sekunden vor Köln/Düsseldorf die Goldmedaille und den Deutschen Meister-Titel. Damit haben die beiden es geschafft, im entscheidenden Moment mit dem schnellsten Saisonrennen das absolute Maximum aus sich heraus zu holen.

Ohne den risikoreichen und für die anderen überraschenden Angriff im mittleren Abschnitt des Rennens hätte es wahrscheinlich nicht für Gold gereicht. Die Taktik wurde von den beiden perfekt umgesetzt. Die geruderte Top-Zeit hätte sogar bei den körperlich deutlich stärkeren Schwergewichten für einen vierten Platz gereicht.

Zum Abschluss der Jugendmeisterschaften ging es für die LGW-B-Juniorin Charlotte Schumacher in der höheren A-Junioren-Klasse im LGW Doppelvierer darum, eine gute Platzierung zu errudern. Mit zwei Ruderinnen vom Bremer RV 1882 und der Siegerin des LGW Einers A aus Hamburg ging sie in diesem Rennen am Sonntagnachmittag an den Start. Vom Start weg schoben sich drei Konkurrenzboote in Führung und es war klar, dass diese die Medaillen unter sich ausmachen würden.

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Das Boot mit Vegesacker Beteiligung lag lange Zeit mit den späteren viertplatzierten auf eine Höhe, hat es aber trotz großer Bemühungen nicht geschafft, an diesem Boot noch vorbeizuziehen. Am Ende reichte es daher im vollen Feld mit einer Bootslänge Rückstand auf die Vierten aus Niedersachsen zu einem fünften Platz und einem ordentlichen Abschluss der Regatta.

Halbfinale

Im Halbfinale konnte sich der VRV-LGW-Doppelzweier mit Lars Bergmann und Bosse Rothe nach den sehr guten Vorleistungen berechtigte Hoffnungen machen, in das A-Finale (Sonntagmorgen) einzuziehen.
Vom Start weg lieferte sich die beiden B-Junioren einen heißen Fight mit dem stark rudernden Boot aus Köln/Düsseldorf, das am Ende mit nur weniger als einer halben Sekunde Vorsprung den Sieg in diesem Lauf holen konnte und sich damit neben den Vegesackern in eine Favoritenrolle ruderte. Der Rest des vollen Sechs-Boote-Feldes hatte ab 500m nur noch geringe Chancen auf einen der ersten beiden Plätze und fuhr nur noch um den verbleibenden Startplatz für das A-Finale. Die Qualifikation für das A-Finale gelang den beiden Vegesackern Rothe/Bergmann in 5:12,80 Minuten wieder mit der zweitschnellsten Zeit aller zwölf Halbfinalteilnehmer mehr als deutlich.

Vor/ und Hoffnungsläufe

Lars Bergmann und Bosse Rothe lagen am Donnerstag nach einem sehr guten Vorlauf im LGW Doppelzweier B voll im Plan. Mit einem klaren Start-Ziel-Sieg konnte sich das VRV-Duo direkt für das Halbfinale am Sonnabendmorgen qualifizieren. Trotz verhalten angegangenem Rennen reichte es in 5:19,55 Minuten wieder zur Zweitbesten Zeit des ganzen Feldes. Zudem sicherten sich die Beiden mit dieser Leistung den Freitag als rennfreien Tag, der nochmal für zwei spezifische Trainingseinheiten auf der Regattabahn genutzt werden konnte.
Charlotte Schumacher konnte im Einer-Vorlauf nicht den erwünschten zweiten Platz errudern, der eine Direktqualifikation für das Halbfinale bedeutete. Im Hoffnungslauf lieferte sie in 6:19,8 Minuten ihr bisher schnellstes Saison-Rennen ab und konnte mit großem Kampfgeist den nötigen zweiten Platz bis 1200m halten. Dann reichten die Kräfte jedoch nicht mehr, sodass im Endspurt noch zwei Boote knapp passieren konnten und ihr die Qualifikation für das Halbfinale trotz einer sehr ansprechenden Leistung am Ende nicht gelang. In der Endabrechnung belegte sie damit den 14. Platz.
Peter Dirlam und Frederik Rahders haben sich in ihrem Vorlauf ab der 1000m-Marke geschont, da klar war, dass ihr „Finale“ der Hoffnungslauf am Freitag werden würde. Und so kam es auch.

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Hochmotiviert ging der VRV Männer Zweier an den Start und nahm das Heft in die Hand. Dies ging auch auf der ersten Streckenhälfte gut – bis dort hielten die beiden ihre Platzierung. Auf der zweiten Streckenhälfte mussten Peter und Frederik dann dem sehr hohen Anfangstempo Tribut zollen und kamen am Ende nur auf Platz fünf und damit einen Platz hinter der Qualifikation für das A-Finale ins Ziel – Platz 7.