Saisonabschluss auf dem Münsteraner Aasee

Zum sechsten und letzten Mal in diesem Jahr trafen die 45 schnellsten Sprintachter Deutschlands in der flyeralarm Ruder-Bundesliga aufeinander. Mit dabei das Team Bremen, die Vertretung der Hansestadt vom Vegesacker Ruderverein und dem Bremer Ruderverein von 1882.

Mit dem 13. Rang in der Tageswertung konnte die große Motivation der Mannschaft auf dem Aasee leider nicht ganz in schnelle Rennen umgemünzt werden. Mannschaft und Trainer waren sich einig, dass der Bremer Achter in dieser Saison selten physisch so stark unterwegs war, wie in Münster. Einzig der letzte Tick Geschlossenheit fehlte. Dennoch zeigte sich Trainer Steffen Pohl nicht unzufrieden und verzichtete für den Finalblock am frühen Abend sogar auf einem geplanten Wechsel: „Die Mannschaft hat sich von Rennen zu Rennen gesteigert. Die letzten Rennen trat sie deutlich homogener auf und hat zum Ende der Saison noch einmal gute Rennen gezeigt.“

Im RBL-Sprintcup, Einlagerennen im Bundesliga-Modus, schlugen sich die drei zusätzlichen Bremer Achter sehr achtbar. Der auf Grund von kurzfristigen Ausfällen geschwächte und umbesetzte Frauenachter steigerte sich von Rennen zu Rennen und bot den Siegern aus Osnabrück am Ende in sehr knappen Rennen Paroli. Die beiden Männerachter überzeugten mit einem zweiten und einem dritten Platz in der Tageswertung. Das ein kleines Bundesland wie Bremen mit nur 5 Rudervereinen es überhaupt schafft, drei konkurrenzfähigen Männer- und einem Frauenachter aufzubieten, sorgte für so manchen anerkennenden Kommentar.

In Münster traten unter dem Kommando von Steuermann Jan Vielstich Sebastian Tapken, Peter Dirlam, Frederik Rahders, Lenni Krawitz, Jens Mahlstedt (alle VRV), Dirk Werthmann, Thomas Wallat, Bolko Maass und Sören Dannhauer (alle BRV) für das Bremer Bundesligateam an. Die Saison, die bereits im Mai begann, war aber nur zu realisieren, weil sich ein deutlich größerer Kader das Team Bremen bildete und die Mannschaft auch im Training auf Weser und Lesum immer wieder von etlichen Sportlern aus den Bremer Rudervereinen unterstützt wurde. Auf den Regatten traten neben den genannten noch Rickmer Rockmann, Horst Bachus, Christof Nordmeier, Christoph Bannert, Jochen Busch, Redelf Janßen, Sven Bergmann sowie Steuerfrau Paula Hermes für das Team Bremen an.

Nach zwei Jahren Ruder-Bundesliga blickt das Team Bremen zufrieden auf eine sehr positive Entwicklung. In der Premierensaison gelang der Aufstieg, mit nur einem Punkt knapp hinter dem Dresdener RC. 2010 überraschte das Bremer Vorzeigeboot gerade zu Saisonbeginn mehrfach. Platz 12 in der Abschlusstabelle entspricht genau den Erwartungen und das einzig formulierte Ziel des Klassenerhalts wurde souverän erreicht. Als bestplatzierter Aufsteiger, diesmal genau einen Punkt und Tabellenplatz vor dem Lieblingsgegner aus der sächsischen Hauptstadt, hat die Bremer Mannschaft bewiesen, dass sie zu Recht der Elite des deutschen Achter-Sprints gehört.

Nach einer harten Saison in der flyeralarm Ruder-Bundesliga – auch als die stärkste Sprintliga Europas beschrieben – verabschiedet sich das Team Bremen in die verdiente Winterpause. Auf ein sportliches Wiedersehen in 2011!

Bericht von Team-Pressesprecher Sören Dannhauer